28.4.2008

27. April - mit der GTR im Tessin

Von föfö um 09:30 [ MSS-Dauertest Kawasaki 1400GTR ]

27. April

Name: föfö
Datum: 26/27. April
Ort: Bern-Tessin-Bern
Kilometer: 880 km
Kilometer: Total 2330 km
Durchschnittsverbrauch: 5.9 Liter (! - sie lässt sich also auch sparsam bewegen!)
Besonderes: Hitzeabweiser funktioniert höllisch gut, Kühlwassertemperatur?)


Der Plan war einfach: mit Kumpel Edi über Wochende ins Tessin zu fahren. Doch schon in Erstfeld war erst einmal Schluss: Stau bis zum Gotthard hoch. Wartezeit mindestens zweieinhalb Stunden. Was nun?

Edi ist dafür, trotzdem in den Stau zu stehen. Ich kann dem nicht zustimmen. Erstens einmal ist Edi Lernfahrer und deshalb nicht besonders geübt, sich durch den Stau zu schlängeln. Und zweitens ist die GTR mit den Koffern derart breit, dass an ein Durchschlängeln gar nicht zu denken ist. Gotthardpass, Furka und Oberalp sind natürlich noch zu.

Es bleibt nur eines: ausweichen über den San Bernardino. Das ist, grob gerechnet, mindestens ein Umweg von 250 Kilometern...Doch Edi kann die Fahrpraxis gut gebrauchen...und mir machen auf der GTR die Kilometer wenig aus.

Also Autobahnbrettern...

Bahn frei fürs Autobahngebrenne bis zum San Bernadino! Die GTR kann dabei voll ihre Qualitäten zeigen. Alles top: Verbrauch (5.9 Liter), Leistung, Sitzposition, Komfort, Windschutz.

Motorhitzeabweiser funktioniert...

Nur den rechten Motorhitzeabweiser, den Dänu versuchsweise abgenommen hat, vermisse ich nun schmerzlich. Es "brättelt" mir das rechte Knie - hot chicken wings quasi. Darum sei hier bemerkt: die Sache mit den Hitzeabweisern funktioniert also...abnehmen sollte man sie nur, wenn man im sehr kühlen Frühling unterwegs ist.

Airolo:

 

 
Verhalten GTR in engen Kurven

Im Misox fahren wir auf der Hauptstrasse. Edi auf der leichten Hornet hat da in den engen Spitzkehren leichtes Spiel, ich mit der GTR weniger. Immer zwei Finger auf der Kupplung, immer zwei Finger an der Bremse und immer am Gas, um die Geschwindigkeit in der Kurve aufrechtzuerhalten - man schafft so auch engste Kehren, aber ein Vergnügen ist's nicht unbedingt.

Koffer + Innentaschen

Am Abend dann die wohlverdiente Ruhe am Lago Maggiore. Besonders praktisch hier die Innentaschen der Seitenkoffer: einfach rausnehmen und ins Hotelzimmer hochtragen.

Am nächsten Tag Reise ins Maggia-Tal und weiter ins enge Bavona-Tal mit seinem wunderschönen Wasserfall von Foroglio (rund 80 Meter).

Kühlwassertemperatur steigt rasch an

Rückfahrt via Gotthard. Kurzer Stau vor dem Südportal. Aber es dauert nur gerade einmal eine Viertelstunde - schon können wir durch den uangenehm lauten Gotthardtunnel brausen. Etwas nachdenklich stimmt mich die Kühlwassertemperaturanzeige der GTR: die Viertelstunde "Stopp-and-Go" vor dem Tunnelportal liess die Kühlwassertemperatur bis zum Maximum steigen. Und das bei gerade einmal 10 Grad Aussentemperatur in Airolo. Meine Vermutung: die starke Kappselung des Motors ist nicht ideal, um die Motor-Abwärme wirkungsvoll abzuleiten. Mein Tipp daher: wenn möglich mit der GTR lange Staus unbedingt vermeiden (oder dann Pausen auf dem Pannenstreifen einlegen).

Positiv aufgefallen: Super-Touringfähigkeiten + Komfort der GTR, Cockpit-Infos in Hülle und Fülle (Reifenluftdruck, Verbrauch, Restmenge etc), Keyless-System (funktioniert einwandfrei), Windschutz der verstellbaren Scheibe (funktionert einwandfrei), Getriebe, Motor bei höheren Drehzahlen, Bremsen, Verbrauch.

Weniger positiv aufgefallen: etwas zu gross und zu schwer in engen Kurven, Kühlwassertemperatur (siehe Text), für einen 1400ccm-Motor etwas wenig Power unterhalb 3000/min.

Wasservall Bavona-Tal und die sich weiter ins Gestein hineinfressende Maggia: