15.6.2009

Mit der BMW im Wallis

Von föfö um 15:15 [ MSS-Dauertest BMW F 800 R ]

* Name: föfö
* Datum: 13/14. Juni 2009
* Ort: Von Bern über Grimsel ins Wallis. Retour über Col de la Croix
* Kilometer circa 1000 km
* Kilometer Total 6800 km
* Durchschnittsverbrauch -
* Besonderes: Heiss! Heiss! Heiss!!

Karte der gefahrenen Route (anklicken, dann öffnet sich ein Kartenfenster von Google):

Wallisertour 

Mit unserem Dauertestmotorrad, der BMW F 800 R ging es am Wochenende ins Wallis, eine Zweitagestour. Mit dem Kumpel Edi hatte ich in Meikirchen am Bahnhof abgemacht.

Autobahn A6 Bern Richtung Thun. Bei Tempo 140 km/h geht im Cockpit plötzlich ein grelles, gelbes Warnlicht an. Oha...Scheisse....!

Ich überlege hin und her. Von Dänu weiss ich, dass BMW derzeit eine Rückrufaktion bei den BMW F 800 R am Laufen hat. Etwas wegen dem Kühlkreislauf. Andererseits: unsere BMW hat nun schon fast 6000 Kilometer auf dem Buckel - da wird doch nicht etwas plötzlich der Kühler schlappmachen.

Da sehe ich die Abfahrt in Richtung Thun. Blitzschnelle Entscheidung: Ich fahre nach Thun. Dort ist das Moto Center Thun. BMW-Vertragshändler. Die werden helfen.

Tun sie auch. Zehn Minuten später erklärt mir der nette Mechaniker (sorry - habe leider seinen Namen wieder vergessen), dass das gelbe Warnlämpchen immer nur ein Problem anzeigt - das eigentliche Problem wird dann rechts im Display angezeigt. "Lamp" steht dort. Das Wort "Lamp" im Display hatte ich auch gesehen, aber gedacht, das weise darauf hin, dass die gelbe Warnlampe leuchte. Nein, es ist umgekehrt: die gelbe Warnlampe zielt auf die Displaymeldung "Lamp" (Lampe) hin. Das Standlicht-Birnchen ist hin - da war die Warnanzeige.

Innert zwei Minuten hat der Mechaniker das Birnchen gewechselt. Es kostet nichts, eine nette Geste des Moto Centers Thun. Auf diesem Wege nochmals vielen Dank an den unbekannten Mech!

Das Warnlämpchen:

 

Der Mechaniker beim Auswechseln des Standlichtbirnchens:

Danach Meeting mit Edi in Meiringen und Fahrt auf den Grimsel. Ichwusste, dass wir spät (10 Uhr) dran waren. An einem Samstag. Bei schönem Wetter. = Extra Viel Verkehr.

Autos, lahme Autobusse, Rennvelofahrer und natürlich jede Menge Motorradfahrer. Vor allem deutsche. Schätzungsweise jedes zweite Nummernschild ist ein deutsches.

Ein Autobus verstopft alles. Als ich den überholt habe, kann ich mehr oder weniger frei bis zum Pass "hochwädeln". Oben hat es noch viel Schnee, der nun langsam schmilzt und als Wasser über die Strasse fliesst. Und natürlich hat es gigantisch viele Motorradfahrer. Wir machen uns schnell wieder "auf die Socken":

Erste Station in Ulrichen im Wallis in der Töffbeiz bei der Verzweigung zum Nufenen. Normalerweise ist es da ganz gut. Nur dieses Mal nicht. Wohl zuviel los heute. Der "grosse Salatteller" für 16.50 Franken ist so klein, dass der Deutsche am Nebentisch spottet, daran sei wohl nur der Teller gross. Recht hat er. Für bald 20 Franken erwartet man etwas mehr als einen mittleren gemischten Salat....

Wir entfliehen dem Verkehr im Binntal. Ist keine besondere Motorradstrecke weil:

a.) Sackgasse

b.) extrem eng

c.) unübersichtliche Strecke

d.) Belagsprobleme. Die Temperaturschwankungen sprengen die Fahrbahn auf. Und Geld ist kaum welches da, um immer wieder den Belag zu erneuern. Also hat er halt Risse. Kümmert einem jedoch wenig - weil es sowieso nur eine Sightseeing-Strecke ist.

In Binn hinten gibt's ein hüsches Dörflein - sollte man sich unbedingt Anschauen. Hinten gibts auch ein anständiges Hotel zum Übernachten.

 

Bei Visp wird's ordentlich warm: 28.5 Grad zeigt mein Lufttemperaturmesser meiner BMW an. Woahh....da will man entweder in den Schatten. Oder schnell wieder in die Höhe. Wir nehmen die Einfahrt Richtung Saas-Fee, Zermatt und zweigen in Stalden ab, denn wir wollen über die Moosalp. Hier der Blick in Richtung St.Niklaus/Zermatt (Mattertal).

 

Und hier noch der Blick auf die andere Bergseite. Bin jetzt nicht mehr ganz sicher, ob das Vispterminen oder Staldenried ist - die Strasse schlängelt sich jedenfalls imposant den Berg hoch. Muss witzig sein, wenn man dort oben wohnt - es geht immer entweder den Berg runter oder den Berg hoch:

 

Die Strasse auf die Moosalp wird nun immer schmaler. Imposant ist diese Stelle. Im Prinzip kann man da gar nicht halten. Mit dem Motorrad geht das aber trotzdem. Und ich musste natürlich ein paar Fotos machen:

 

 

 

Blick in Richtung des Saastal:

 

Dieses Foto entstand jenseits der Moosalp. Blick auf die imposanten Walliser/Berner Berge auf der anderen Seite des Wallis. Wenn ihr auf das Bild draufklickt, bekommt ihr das Foto in grosser Auflösung:

 

Wir übernachten in Unterbäch im Hotel Walliserhof. Für 65 Franken pro Person (inkl. Frühstück) bekommt man ein ganz anständiges Zimmer. Und auch das Abendessen ist reichlich und gut - eine Empfehlung. Biker sind stets beim Wirtepaar willkommen.

Auch der Sonntag zeigt sich von seiner besten Seite. Das verspricht vor allem sehr warm zu werden. Hier der Blick von der Ortschaft Eisscholl auf die Alpen:

 

Danach stürzen wir uns ins Tal hinunter. Hitze empfängt uns. Gott, wie halten die Walliser es hier im Sommer aus? Das ist ja eine Bruthitze! Also sofort wieder den Berg hoch. Wir wollen zum Lac de Tzeuzier (auch Zeuzier geschrieben) - da waren wir noch nie.

 

Die Strasse da hoch ist teilweise toll, teilweise etwas mühsam (eng, Staub und leichter Kies in den Kurven etc).

Hier der Zugangstunnel zum See. Cool. Kaum beleuchtet, es tropft Wasser vom Tunneldach:

 

Dann der Stausee selbst. Wunderschön liegt er in einem Becken drin. Leider lag der Wasserstand sehr tief - voller hätte es besser ausgehesen. Und leider war auch die Beiz zu...was ist denn das für ein Wirt, der mitten in der Hochsaison an einem Sonntag nicht geöffnet hat. Auch dieses Foto könnt ihr in einer grossen Version downloaden:

 

Wüste Felswände vor der Staumauer:

 

Die Staumauer selbst. Leider schaffte mein Fotoapparat es nicht, die Staumauer richtig und voll draufzubekommen. Aber einen Eindruck bekommt ihr auch durch dieses Foto:

 

Danach ging es wieder runter ins Hauptal. Wir haben nur drei Chancen, das Wallis in Richtung  Norden zu verlassen: über Martigny/Bex, über den Grimsel oder über den Autoverlad bei Goppenstein. Meiner Meinung nach hat das Wallis einen Pass zuwenig. Ein Pass, oberhalb von Sion - das wäre doch ideal. Dieser Pass existiert sogar: Sanetschpass. Aber aus irgendwelchen mir nicht bekannten Gründen, wurde die Strasse nie bis auf die Berner Seite nach Gsteig runtergezogen. Verstehe ich nicht. Laut Wikipedia wäre ein Ausbau zu schwierig, weil die nördliche Seite zu steil ist. Hallo? Sind wir Schweizer oder nicht? Wir kommen durch oder über jedes Gebirge!

sanetschpass 

Wer macht mit bei einer Petition, den Sanetschpass bis Gsteig runter zu bauen?

In Bex angelangt, sind's 31.5 Grad Celsius Luftemperatur. Jetzt nur nicht Anhalten. Und schnellstens den Berg hoch. Die Strecke von Bex nach Villars war immer schon einer meiner Geheimtipps - die macht viel Spass und ist nicht stark befahren.

Von Villars aus geht es ins Richtung Col de la Croix. Die Kurven und das Panorama wären ja toll. Aber die Strecke ist so was von Scheisse! Der Belag ist holprig wie das Gesicht eines Pockennarbigen. Eine K-BMW überholte mich da mit Tempo. Als er die nächste Kurve ansteuerte, stauchte es ihn so gewaltig zusammen, dass er danach freiwillig gleich 30 km/h langsamer fuhr. Im Ernst: so von hinten gesehen würde ich schwören, dass seine Gabel und sein Federbein bis zum Anschlag zusammengestaucht wurden...woahh..

Hier das Foto vom Pass selbst. Er ist nicht besonders spektakulär - aber ein Halt lohnt sich immer...

 

Danach folgt gleich noch der Col du Pillon, welcher ja im Winter für die Wintersportler so wichtig ist. Jetzt im Sommer ist's ruhiger.

 

Und in Gstaad folgt dann noch die Tour-Belohnung: Kaffe und Glace! Voilà:

 

 

 

 


Brigitte und die Harley

Von föfö um 12:26 [ Videos ]
Dieses Video hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel: Brigitte Bardot besingt zusammen mit Serge Gainsbourg den Harley-Mythos. Unser Fazit: BB konnte besser Schauspielern als Singen



Duell Lorenzo-Rossi

Von föfö um 10:54 [ Videos ]
Wuha...schaut euch dieses MotoGP-Video von gestern Sonntag an (MotoGP, Catalunya-GP, Spanien) und seht eine der grandiosesten Fights der Rennmotorradgeschichte: Jorge Lorenzo kämpft in den letzten Rennminunten mit Valentino Rossi. Besonders spektakulär: die letzten 30 Sekunden. Seht, wie Rossi, da auf der Innenbahn plötzlich hervorprescht! Obergeil!